Heilkräfte unserer Überzeugungen – ganz neu erzählt: Die Geschichte der beiden Wölfe als Schöpferkraft

Er-füllt ist das Gegenteil von Ge-füllt: Vor Kurzem bekam ich die alte, wunderschöne Geschichte über die zwei Wölfe geschickt, die der eine oder andere bereits kennen wird: Die Geschichte vom weißen und vom schwarzen Wolf. Vom Erzählen her, soll sie von den Cherokee Indianern stammen. Ich lade dich ein, die ganz neu erzählten Wölfe als Einladung in veränderte, kraftvolle Dimensionen des Bewusstseins zu erleben. Die Geschichte vermittelt, wie unsere Gedanken, Empfindungen, Gefühle und die Art unseren bewussten Verstand zu nutzen, die Biologie unseres Körpers und die Gene beeinflussen.

Der Großvater saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer und beide schauten nachdenklich in das Flammenspiel. Der dunkle Wald um sie herum warf bewegte Schatten, das Holz im Feuer knackte, die Flammen loderten und die ganze Stimmung wirkte wie verzaubert.

In diesem Zauber sagte der Großvater: „Die Flammen, das Licht und die Dunkelheit, sind wie die zwei Wölfe, die wir in unserem Herzen tragen“. Und sein Enkel schaute ihn fragend, mit großen Augen an. Und wie so oft, wenn die beiden am Feuer saßen, begann der Großvater zu erzählen. Diesmal den alten Mythos der zwei Wölfen in einem neuen Paradigma:

In jedem von uns leben zwei Wölfe – ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der Weiße verkörpert alles was gut, der Schwarze steht für alles was schlecht in uns ist. Der weiße Wolf lebt von Güte, Liebe und Frieden, der Schwarze von Wut, Angst und Hass. Zwischen beiden Wölfen tobt ein ewiger Kampf. Der Kampf zwischen Gut und Böse. Zwischen Hell und Dunkel. Der Kampf immerwährender Polarität. Das Dunkle ist das, was wir als das Negative in uns erleben: Zorn, Neid, Trauer, Angst, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Groll, Minderwertigkeit, Lüge, falscher Stolz und vieles mehr. Das Helle ist das, wovon wir überzeugt sind, es sei das Positive in uns: Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Freundlichkeit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Wahrheit. Dieser Kampf zwischen den beiden Wölfen findet in jedem Menschen statt, auch in dir und in mir; denn wir haben alle diese beiden Wölfe in uns.

Nach einer Weile der Stille, fragte der Enkel: „Großvater, welcher Wolf gewinnt?

Der, den du fütterst“, antwortete der Großvater.

Zuweilen hört die Geschichte hier auf und die Moral ist, den weißen Wolf zu pflegen und zu füttern. Doch die Geschichte kann in ihrer Tiefe noch weitergehen, indem wir dem Großvater weiter zuhören:

Wenn du dich nur um den weißen Wolf kümmerst und nur ihn fütterst, wird der schwarze Wolf im Dunkeln lauern und auf den Moment warten, wo er vollkommen unerwartet auf dich springen kann, um dich zu überwältigen. Und je weniger Aufmerksamkeit er bekommt, umso stärker wird er den weißen Wolf bekämpfen. Aber wenn du ihn beachtest, ist er glücklich. Damit ist auch der weiße Wolf glücklich und alle beide gewinnen. Das ist die große Herausforderung eines jeden von uns“. Und die Geschichte könnte ein weiteres Mal hier aufhören. Doch lassen wir einfach den Großvater noch ein wenig weitererzählen, in zwei Variationen:

Lauschen wir einfach zunächst Variante 1 und lassen den weisen Großvater weitersprechen:

Unsere große Herausforderung liegt darin, das innere Gleichgewicht herzustellen. Denn der schwarze Wolf hat auch viele wertvolle Qualitäten – dazu gehören Beharrlichkeit, Mut, Entschlossenheit, Willensstärke und Intuition. Aspekte, die Du dann brauchst in Zeiten, wo der weiße Wolf schwach ist. Der weiße Wolf braucht den schwarzen Wolf an seiner Seite. Beide gehören zusammen. Und das Leben ist die nie endende Aufgabe und Herausforderung den Ausgleich zwischen dunkel und hell zu finden und Harmonie herzustellen. Diese immerwährende Suche dürfen wir nie aufgeben.

Klingt schön – ein nettes Ende, das in das heute weit verbreitete Bewusstsein immerwährenden Suchens und Therapierens passt. Doch lauschen wir einfach noch ein wenig, diesmal der Variante 2 und lassen den weisen Großvater weitersprechen:

Früher haben viele geglaubt es gehe darum das innere Gleichgewicht herzustellen. Und wenn sie die Suche nicht irgendwann erschöpft aufgegeben haben, sind sie meist als ewig Suchende mit samt ihren Wölfen gestorben. Auf dieser Bewusstseins-Ebene war es schlicht nicht möglich zu erkennen, dass in der Polarität allen Seins kosmische Einheit verborgen liegt. Ein ewiger Reigen unentwegter Schöpfung im Augenblick. Der schwarze und der weiße Wolf sind eins. In jedem Augenblick haben wir die Wahl, der eine oder der andere zu sein. Doch in dem einen, sind wir auch immer schon der andere. Der andere in uns, genau der, der wir gerade nicht sind. Sprich, die Trennung der Wölfe entspricht einer menschlichen, Verstand-lastigen Idee von Gut und Böse. Wir erschaffen sie im Neocortex. Das „Verstehen wollen“, dieses „den einen oder den anderen“ ins Licht des Verstandes zu rücken, ist ein Akt der Gewalt und tötet das „Eins sein“ der Beiden und deren Reigen. Wir kommen durch verstehen wollen genau nicht in die Lage zu erkennen, dass immer Krieg und Frieden parallel in uns leben und dass es nichts weg-zu-machen, nichts Gutes und nichts Böses gibt. Wir haben jedoch immer die Freiheit in jedem Augenblick das eine oder andere in uns zu erschaffen. Mitten in einem unentwegten, pulsierenden Schöpfungsprozess steht uns eine Dimension des Bewusstseins offen frei zu sein. Frei etwas machen zu müssen. Auch frei davon, Harmonie erschaffen zu müssen, etwas „balancieren“ zu müssen und frei davon, die Welt erretten zu müssen. Durch Hingabe und Genuss, der Vollkommenheit des Augenblicks gewahr zu sein, entsteht Freiheit. Das ist ein Geniessen der Vollkommenheit des Augenblicks.  Denn jenseits unserer Überzeugungen, unserer „Beliefs“ ist alles vollkommen. Das meint „beyond BELIEF“. Und in dieses Feld eines allumfassenden Bewusstseins zu gelangen, bedeutet in deiner Erfüllung und deinem Erfüllt Sein angekommen zu sein. Es gibt nichts, was wir suchen könnten, nichts, was wir reparieren, therapieren oder heilen könnten. Und ergriffen von einem tiefen Erleben des Augenblicks, saßen die beiden noch lange schweigend am Lagerfeuer“.

Die Geschichte der beiden Wölfe ermöglicht uns auf eine wundervolle Art, Zugang in verschiedenste Dimensionen des Bewusstseins zu erlangen. Und sie ist gleichzeitig ein hervorragendes Beispiel für das unendliche Feld der Möglichkeiten, wie wir eine Geschichte verstehen bzw. erfahren können:

  • Eine heute gängige Möglichkeit ist, sie als romantische Indianer Folklore verstehen. Soweit so gut.
  • Wir können sie darüber hinaus therapeutisch verstehen und einen der Beiden oder beide Wölfe „füttern“. Sie kann dann zu einer Einladung werden die Wölfe zu suchen, zu bewerten, was gut und was schlecht ist und mit kraftvollen Tools möglichst gut daran arbeiten, um beide zu integrieren. Das kann leicht Lebens-füllend werden. Dazu ist ein Glaube wichtig, alles verstehen und bewerten zu müssen. Ohne so einer unreflektierten Überzeugung geht es nicht. Die nach oben offene Bewertungs-Skala – „wie weit bin ich in meinem Bemühen alles zu integrieren?“ wird zur täglichen Messlatte. Sisyphus lässt grüßen.
  • Oder wir können aus einer wertfreien Haltung damit umgehen: Wenn ich der Bewertung folge und in mir den einen oder anderen Wolf erschaffe, kann ich beobachten, wo es mich hinführt. Wenn ich wahrnehme, dass in mir die Wölfe aktiv sind und kämpfen, kann ich beobachten, wohin mich dieser Kampf führt und damit in Verbindung sein. In die Wolfsgeschichte einzusteigen, ist nett. Nur braucht es dafür nicht Q! – das geht mit fast allen therapeutischen und energetischen Werkzeugen. Und wenn Q! auf dieser Ebene verwendet wird, geht im Kaleidoskop der Beliebigkeit die Haltung und Essens von Q! vollständig verloren. Alle Veränderung beginnt jenseits unserer Geschichten. Und wenn mich der Glaube überwältigt „ich muss es verstehen„, beginnen wir eben genau mit dieser Konstruktion der Wirklichkeit. Darin liegt der Wechsel der Ebene.

Das Helle und das Dunkle sind im Jetzt immer an unser aktives Zutun gebunden: Es will wahrgenommen werden. Wahrnehmen ist etwas anderes als verstehen wollen. Im Moment unseres Wahrnehmens sind wir stets Teil eines fortwährenden Schöpfungsprozesses. Wir tun nicht aktiv, sondern wir beobachten, was wir entstehen lassen. Durch gewahr-sein kommen wir im Nicht-Tun an, in dem nichts ungetan bleibt. Zu beobachten, wie wir das machen, was wir machen, ist eine vollkommen andere Dimension, als uns um die Inhalte und Geschichten zu kümmern. In unserem bewussten Wahrnehmen liegt das Erkennen der Inkarnation: Aus Geist wird Wirklichkeit. Im immerwährenden Jetzt. Nur durch die Frequenzen unseres Alltagsbewusstseins verborgen. Doch die Grenzen dieser Matrix erschaffen wir auf scheinbar magische Weise selbst.

Ich bin der Prozess des Beobachtens, ich bin nicht die Inhalte, die ich beobachte. In dieser Dimension unseres Bewusstseins kann im nächsten Schritt die methodische Ebene einsetzen, die beobachtenden Inhalte bewusst zu verändern. Ohne zu Tun. Schlicht mit beobachtendem Bewusstsein. Es ist viel leichter, als energetische oder konventionell therapeutisches Arbeiten; nur sind sich heute die meisten Menschen nicht bewusst, dass sie in einer Matrix des Denkens stecken und welche Erfahrungswelten sich dahinter offenbaren. Genau hier setzt Q! ein“, habe ich in einer der letzten NEWS Beiträge geschrieben. Beobachtung erschafft Wirklichkeiten. Und es beginnt immer mit dem Gedanken bzw. der Haltung „…und so ist es„. Ein Ereignis wird in dem Moment zur „Krise“, in dem wir die Haltung des Beobachtens nicht halten können. Und heute suchen wir nach „Lösungen aus der Krise“, statt in ein Bewusstsein zu kommen die Bewertung der Situation als „Krise“ selbst zu erschaffen. Veränderung findet statt, sobald wir uns dieser gewaltigen Kraft in uns gewahr sein können. Leid lassen wir dann hinter uns, sobald wir uns dieser Schöpferkraft bewusst sind.

In unserem heutigen, defizitären Mangel-Mind-Set, existiert gesellschaftlich kein Bewusstsein dafür und wir erschaffen fröhlich unsere inneren Wirklichkeiten mit präziser Schöpferkraft, ohne dies wahr-zu-nehmen. Und kulturell wird uns mit voller ideologischer Macht vermittelt, dass es etwas zu heilen gibt und wir getrennt von der Welt und per se sündig zur Welt kommen. Wie unsere Gedanken, Empfindungen, Gefühle und die Art unseren bewussten Verstand zu nutzen unsere ganze Biologie und unsere Gene beeinflussen, scheint vollkommen unbekannt zu sein: Und genau hier beginnt die Matrix. Für Deutsche schlägt die Sünde in der heutigen „Historical & Political Correctness“ gleich doppelt zu: Ohne uns bewusst zu sein, sitzen wir schon im doppelten „Frequenz-Gefängnis“ der künstlich erschaffenen Realitäts-Matrix fest. Doch wenn du die Inhalte dieses sich ständig wiederholenden „Mangel-Mind-Sets“ nicht glauben möchtest und bereit bist eine veränderte Dimension deines Bewusstseins zu erfahren, lade ich Dich von Herzen auf eine Reise ins Unbekannte ein; eine Reise zu entdecken, wer du schon immer bist. Jenseits aller Rollen, einfach authentisch zu sein: Geistig offen zu sein für vollkommen neue Erfahrungen. Und alle, die im warmen und bewährten Frequenz-Gefängnis des immerwährenden Denkens bleiben möchten, wünsche ich einfach viel Spaß dabei!

In herzlichem Verbunden-Sein

Klaus Medicus

Q! beyond BELIEF.

Hier kannst du einen Erfahrungsbericht über die Q! Workshops lesen. Willst du mehr wissen über die Hebelwirkung selbst Veränderungen zu erleben? Alles zu neuen Dimensionen unseres Bewusstseins erfährst du hier. Der Unterschied „im System“ oder „am System“ zu arbeiten ist in dem Beitrag beschrieben. Das sind wesentliche updates, auf denen die konsequent neu ausgerichteten Q! Workshops aufbauen. Und alle aktuellen Workshop Termine zur Heilkraft unserer Überzeugungen mit Klaus Medicus findest du hier.